Beim Aufräumen eines vollen Schranks liegt es nahe, alles Überflüssige schnell in eine große Mülltüte zu stecken, um die Arbeit zügig hinter sich zu bringen. Dabei landen oft Dinge im Müll, die eigentlich noch völlig brauchbar wären und anderswo gute Dienste leisten könnten.
Nimm dir für das Aufräumen etwas mehr Zeit, als du zunächst denkst, damit jedes Teil einzeln betrachtet werden kann, statt in Eile aussortiert zu werden. Ein ruhiges Tempo macht es leichter, zwischen wirklich Kaputtem und noch Brauchbarem zu unterscheiden.
Drei einfache Kategorien bilden
Bilde beim Sortieren drei Gruppen: Dinge, die bleiben, Dinge, die weitergegeben werden können, und Dinge, die tatsächlich kaputt sind. Diese einfache Einteilung macht die Entscheidung bei jedem einzelnen Gegenstand deutlich schneller und klarer.
Dinge aus der mittleren Gruppe können an Nachbarn, Bekannte oder über eine Tauschbörse weitergegeben werden, statt einfach im Müll zu landen. So bekommen sie eine neue Aufgabe, während der eigene Schrank trotzdem Platz gewinnt.
Räume die verbleibenden Dinge geordnet zurück in den Schrank, statt sie einfach wieder hineinzustopfen, wie es vorher der Fall war. Eine klare Ordnung nach dem Aufräumen sorgt dafür, dass der Schrank nicht schon nach kurzer Zeit wieder überfüllt wirkt.
Plane für besonders vollgestopfte Schränke lieber zwei kürzere Sitzungen an unterschiedlichen Tagen ein, statt alles an einem einzigen, anstrengenden Nachmittag schaffen zu wollen. So bleibt die Konzentration während der gesamten Aufgabe erhalten, und die Entscheidungen fallen dadurch bewusster aus. Notiere dir zwischendurch kurz, welche Dinge du weitergeben möchtest, damit diese Liste beim nächsten Termin mit der Nachbarschaft schon bereitsteht.
Ein Schrank, der mit Geduld statt mit Eile aufgeräumt wird, bleibt länger ordentlich und verursacht dabei deutlich weniger unnötigen Müll. Eine kleine Umstellung im Vorgehen, die sich bei jedem weiteren Aufräumen bezahlt macht.